Vom Krieg und der Lüge

Söldner ersetzen Soldaten.

Sonniges Urteil für Amerikas Schattenarmee: Die Sicherheitsfirma „XeServices“, bekannter unter ihrem früheren Namen „Blackwater“ muss für ihre Exportverstöße zwar Millionen zahlen. Strafrechtlich kommt die skandalumwobene Söldnerfirma aber glimpflich davon.

[…]

Wegen eines brutalen Blutbads 2007 verwies die Regierung in Bagdad sie des Landes. In Hamburg sollen Blackwater-Killer im Auftrag der CIA Jagd auf einen deutsch-syrischen El Kaida-Kontaktmann gemacht haben. Kinderprostitution, Vergewaltigung, Waffenhandel – die Liste der schmutzigen Geschäfte reißt nicht ab…
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Irak: Barack Obama leitet vollständige Privatisierung des Krieges ein
Von REDAKTION, 20. August 2010 –

Im US-Wahlkampf war die Demokratische Partei mit dem Versprechen angetreten, die von Präsident George Bush forciere Privatisierung des Krieges wieder rückgängig zu machen. Doch seitdem Barack Obama Präsident geworden ist, setzt er die Söldner-Politik seines Amtsvorgängers ungebremst fort.

Obwohl in der Nacht zum Donnerstag die letzte US-Kampfbrigade den Irak verlassen hat, ist ein Ende des Besatzerkrieges nicht abzusehen. Zum einen sollen 50.000 US-Soldaten noch bis Ende 2011 bleiben, um die irakischen Sicherheitskräfte in ihrem Kampf gegen Aufständische zu helfen.
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Irak: Faludscha – Schutt und Sand

Bericht über eine irakische Rebellenstadt, die von der US-amerikanischen Armee in Schutt und Asche gelegt wurde. Vergleiche mit dem Bombenangriff auf Guernica werden hier angebracht. Was rechtfertigt das bombardemt einer ganzen Stadt? Und was erreicht man damit langfristig? Der Widerstand einer Stadt ist gebrochen, aber der Samen für neuen Hass und Vergeltungsabsichten wurde damit gepflanzt.
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Iran der Wille zur Großmacht

Eine Arte Dokumentation über die Geschichte des Irans, seit vor etwa hundert Jahren Öl für die Großmächte von Bedeutung wurde. Die Geschichte eines Volkes das seit langer Zeit Spielball großer Mächte gewesen ist, und gegen diese Fremdbestimmung eine ausgeprägte nationale Identität entwickelt hat.
Auch wird die neue Rolle der Atomkraft beleuchtet, die der Iran mit Fortschritt und Gleichberechtigung mit der westlichen Welt verbindet.

Iran – Fakten gegen westliche Propaganda

Der Krieg kommt näher. Ein Vortrag von Jürgen Elsässer über den Iran, und allgemein den nahen Osten, die USA, Europa, Medienfeldzüge, Öl und Uran. Ein kontroverses Thema, das die Linke Szene zum Teil spaltet. Diskussionen sind wirklich wichtig, aber verändern können wir nur wenn wir an einem Strang ziehen.

Mit offenenen Karten – Bombenangriffe auf den Iran

Über Kriegszenarien, Atomkraftwerken und Wettrüsten im nahen Osten.

Fazit

Es ist schwer sich ein klares Bild von der Wahrheit zu machen, hinter all den „Fakten“ . Nur denen die den Krieg als notwendigen Weg sehen und die Lüge als Mittel ihrere Propaganda nutzen, sollte man am wenigsten trauen.

des nachts auf youtube gefunden..

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..meine stars, ihr seid wie die sterne am himmel- jupiter und mars. Icke und Er, ihr seid soo cool.


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hiphop gegen rassismus und kapitalismus – listen to the message of Johnny Mauser!


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..zwei alte klassiker gefunden im netz – Tobi und das Bo und Absoluten Beginner(als sie noch cool waren^^)


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neuentdeckt und lieb gewonnen, politische texte und fette mugge – Die Bandbreite


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…eigentlich ist das lied ziemlich nervig! -aber gut, wat solls.

Einführung in Meditation I

Was ist Meditation?

Es gibt viele verschiedene Arten von Meditationen und auch der Begriff Meditation wird zum Teil sehr unterschiedlich verstanden. Allgemein hin stellt man sich jemanden im Schneidersitz vor, der die Augen geschlossen hält und vielleicht etwas vor sich hermurmelt oder einfach aufrecht und still da sitzt. Die meisten Meditationsarten sehen so aus, und doch gibt es große Unterschiede.

Neben der Sitzmeditation gibt es noch andere Meditationsformen, wie z.B. Tai Chi, das die Bewegung zur Meditation macht. Im Zen-Buddhismus ist das Bogenschießen als Meditation bekannt, auch die traditionelle Tee-Zeremonie ist eine Form der Meditation.
Es gibt verschiedene Objekte, auf die man sich während der Meditation konzentriert. Dies kann Bild, Ton, Geschmack, Geruch, Körperempfinden oder Gedanke sein. Meditation kann in fester Position oder in Bewegung geübt werden.
Immer wird eine große Konzentration auf das Objekt der Meditation gerichtet. Diese Konzentration hat den Nebeneffekt, dass man ruhiger und entspannter wird. Im Alltag wird unsere Aufmerksamkeit von unglaublich vielen Dingen gefordert, Stress und Unruhe sind unsere gewohnten Begleiter. Aber einfach den Moment zu genießen ist eine Kunst die wir verlernt haben. Meditation ist nun der Weg diese Fähigkeit in uns zu entwickeln. Die Fähigkeit im Hier und Jetzt zu sein.
Im Hier und Jetzt zu sein ist keine Leichtfertige Sache, für den „zivilisierten“ Mensch. Die meisten von uns wissen eigentlich nicht was das bedeutet. Unser Geist, oder genauer der Punkt der Aufmerksamkeit ist immer auf eine Sache gerichtet, nur wechselt dieser Punkt gedankenschnell von einer Sache zur nächsten. Und wir bekommen meist nur die Spitze des Eisberges mit. Reizüberflutet und sozial isoliert haben wir den kontakt zu unseren inneren Quellen verloren.

Diesen normalerweise umherflakernden Punkt der Aufmerksamkeit kann man auch Bewusstsein nennen – das was uns bewusst ist. Da wir uns dem Großteil unserer Gedanken, Gefühle und Sinneseindrücke nicht bewusst sind spricht die Psychologie vom Unterbewussten. Wir denken, wir würden bewusste Entscheidungen treffen, und übersehen das wir beeinflusst werden durch unseren Erfahrungen, Glaubenssätze, Meinungen, Ängsten und Sehnsüchten, die in uns verankert sind.
Lange bevor wir das erste Wort sagen, hat das Unterbewusstsein schon die nächsten 3 Sätze gebildet, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. So kommt vielleicht eine Situation, in der wir uns mit Jemanden versöhnen wollen. Jedoch bemerken wir das wir nach einem kurzen Wortwechsel wieder in einen Streit verwickelt sind. Oder wir wollen etwas an uns verändern, eine schlechte Gewohnheit z.B., schaffen es aber nicht. Wir scheitern an uns selbst. Wir wollen Frieden und schaffen Krieg.
Die Christliche Geschichte ist ein gutes Beispiel für diese schreiende Schizophrenie. Im neuen Testament ist von Liebe, Vergebung und Pazifismus die Rede. Unterdrückung, Machtgier und Krieg zog sich jedoch durch die Geschichte der Christenheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jesus wirklich meinte die Sünden der Menschheit auf sich zu nehmen, und allein der Glaube an ihn der Weg ins Himmelreich ebne.

Jeder ist seines Schicksals Schmied. Wie kann das aber sein, wenn wir doch nach der obigen Feststellung sosehr von unseren Unterbewußten beeinflusst werden?
Nehmen wir die Metapher vom schmieden zur Hilfe. Wir haben ein Metal, das wir schmieden wollen. Das ist unser Leben. Es liegt aber nicht in unserer Hand, welches Metal wir schmieden. Wir haben nur dieses eine Leben, diese einzigartigen Bedingungen. Vielmehr ist es wichtig, was wir daraus machen und wie.
Bleiben wir beim Schmieden. Der Hammer ist in dem Vergleich unserer Wille, den wir führen. Wir bestimmen mit welcher Kraft wir schlagen und wie genau wir das Metal treffen. Das wäre dann die Konzentration.
Der Ambos steht für unser geistiges Fundament. Er muss fest auf der Erde stehen und den Hammerschlägen standhalten können.
Wenn wir geduldig und fleißig sind, können wir dann ein wunderbares Werkzeug oder eine scharfe Waffe formen. Dies repräsentiert unseren Charakter, an dem wir ein leben lang arbeiten sollten und immer wieder prüfen müssen.
Was aber hat das nun alles mit Meditation zu tun? Meditation ist der Schmiedvorgang an sich. Wir konzentrieren uns ganz und gar darauf. In der Schmiede läuft kein Radio, der Fernseher ist aus und jeder der stört hat draußen zu bleiben.
Wir konzentrieren uns ganz darauf wie wir den Hammer führen, spüren wie sich das Metal unter den Schlägen verformt und kommen dadurch ein gutes Stück voran. In diesen Moment sind wir der Schmied, und wir arbeiten an unserer Schmiedetechnik und an diesem Metal das das Leben repräsentiert.
Wir können beim Schmieden auch Radio hören, uns unterhalten und dazu noch im Internet surfen. Aber man kann sich vorstellen, wie unkonzentriert wir unsere Schläge führen oder der Hammer ganz und gar liegen bleibt. Das Metal kühlt ab und wir müssen es von neuem in der Esse erhitzen und so weiter. Wir kommen schlecht voran und aus dem Metal wird wohl nie ein gutes Werkzeug.


art by Goro Fujita www.area-56.de

Was Meditation bewirken kann.

Meditation ist also eine Möglichkeit an uns zu arbeiten, oder das sollte es zumindest sein. Es ist wichtig die richtige Meditation zu finden, die uns diese Möglichkeit gibt. Meditation ist keine Trance oder Hypnose. Um zu meditieren, brauchen wir keinen Lama oder Guru, keine Götter, Geister oder Rituale.
Meditation sollte sehr einfach sein und sie sollte unseren Geist öffnen und unsere Wahrnehmung erweitern. Ruhe und Ausgeglichenheit sind Effekte einer richtigen Meditation. Es gelingt uns besser unseren Alltag zu bewältigen und wir bauen unsere Ängste und Sehnsüchte ab. Wir werden selbstbewusster und unabhängiger. Das sind Auswirkungen guter Meditationsarbeit.
Stellen sich diese Symptome nicht ein ist etwas falsch. Das kann an unserer Technik liegen oder auch an unserer Einstellung. Meditation wirkt sich auf unser Leben aus und umgekehrt. Es ist förderlich ein aufrichtiges und selbstloses Leben zu führen, anderen zu helfen oder zumindest keinen Schaden zuzufügen. Sich den Schwierigkeiten des Lebens stellen und Frieden mit uns und unserer Umwelt schließen. Wir müssen auf unser Herz hören, auf die innere Stimme, die uns den rechten Weg weißt und danach handeln.
Wir werden nicht zur Ruhe finden, wenn unser Gewissen mit leidenschaftlichen Verstrickungen beladen ist. Wir müssen uns von diesen Balast frei schaufeln, nur dann können wir Frieden finden. Das Leben ist aber auch so beschaffen, das wir immer wieder eine neue Chance bekommen. Wir bekommen vielleicht sogar so oft eine Chance bis wir es irgendwann begriffen haben, und die Situation richtig lösen. Meditation hilft uns wiederkehrende Verhaltensmuster zu erkennen und zu überwinden.

Innerhalb der Meditation sind wir in einem aufmerksamen Zustand. Das Kopfkino beginnt und wir schauen einfach nur zu was passiert, bis die Wogen sich glätten. Die Wogen werden sich nur langsam glätten, jedes Mal ein bisschen mehr. Doch mit Geduld wird der Geist ruhiger und beständiger. Wir hüpfen nicht mehr von einem Gedanken zum nächsten. Wir bekommen eine klarere Sicht von dem was wichtig ist und halten uns nicht zusehr an dem vergangenen auf. Entscheidend ist, was jetzt passiert, und welche möglichkeiten ich gerade jetzt habe. Das bedeutet nicht, die Fähigkeit für weitläufige Planung zu verlieren oder sich vor der Welt in den Moment zu flüchten. Im Gegenteil wir werden durch Meditation sensibeler für die großen Zusammenhänge, da ja große geistige Energie frei wird, wenn innnere Blockaden abgebaut werden.

Welche Meditation führt uns am sichersten zu diesem Ziel? Soll Mensch sich ein Mantra in den Kopf planzen, oder seinen Blick starr auf ein Bild heften, oder etwa einem Gott die Führung überlassen? All diese Dinge führen zu besser Konzentration und auch Selbstbeherschung, aber das dabei der Blick für die Wirklichkeit immer noch verzerrt bleibt, ist für mich ein klares Gegenargument für solcherlei Techniken. Damit will ich nicht sagen, das diese Meditationenarten nicht ihre Berechtigung haben. Man kann damit auch sehr gezielte Wirkungen erreichen.
Als Beispiel sei das Chakra –Yoga genannt, eine Meditation in der man sich der Energiekanäle und –knoten des Körpers bewusst macht, und diese dann zu lenken lernt. Oder im Pranajama -Yogasystem findet man viele nütliche Atemtechniken, die zur Sammlung, Vitalität und Weisheit führen. Aber man sollte dabei doch einiges an Erfahrung haben oder einen vertrauenswürdigen Lehrer. Zu schnell verliert man sich in süßer Illusion, die dann nicht mehr viel mit Bewusstseinserweiterung zu tun hat. Oder noch schlimmer man verdirbt sich den Verstand- wird größenwahnsinnig oder einfach geistig taub. Na ja, so weit vermögen es sicher nur die wenigsten zu treiben. Aber manch ein Guru oder Lama hat sicher dieses Schicksal erlitten.

Vipassana Meditation

Die Atmung ist ein sehr gutes Meditationsobjekt. Der Atem ist wie das Leben selbst, ein stetiges Auf und Ab. Kein Atemzug gleicht dem anderen. Mal atmen wir schneller, mal langsamer. Der Atem ist immer da, egal wo wir sind. Meditation fängt vielleicht im Sitzen an, aber sollte doch auf das ganze Leben ausgedehnt werden.
Die Atmung ist auch ein guter Indikator für unsere Stimmung. Wenn wir uns auf unsere Atmung konzentrieren, wird diese Automatisch ruhiger und damit unsere Gemütslage. Wichtig ist das man die Atmung lediglich beobachtet und nicht versucht zu kontrollieren. In der Sitzmeditation lässt sich diese Beobachtung üben, im Alltag kann man sie dann Anwenden. So kann man z.B. innerhalb eines emotionalen Gespräches die Ruhe bewahren und doch noch zur Versöhnung gelangen.
Die Atmung ist ein inniger Teil von uns, er begleitet uns ein Leben lang. Die Atmung belügt uns nicht, wenn wir der Atmung gewahr sind, sind wir im Moment verankert. Unser Bewusstsein betrachtet ein Phänomen was gerade Jetzt passiert, und sich dabei ständig wandelt. Alle Phänomene sind so beschaffen, sie wandeln sich jeden Moment. Wahrlich der Atem ist ein guter Lehrer. Wir können durch ihn zu uns selbst finden und all die Illusion, die wir uns selbst erschaffen, zerbricht an seiner scharfen Klarheit. Er lehrt uns, dass es keine Wahrheit außer der unmittelbar erfahrbaren gibt.

Ein weiteres wunderbares Meditationsobjekt ist unser Köper und die dazugehörigen Sinne. Auch unsere Gedanken zählen dazu. Doch bei alldem ist die Erfahrung des unmittelbaren Moments entscheiden. Dazu ist es Hilfreich die Phänomen getrennt zu betrachten. Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen und Denken.
Innerhalb der Meditation bedeutet das sich dieser Vorgänge bewusst zu werden. Ich höre dabei z.B. einen Vogel zwitschern, den Wind rascheln. Dabei höre ich nur und versuche mir nicht vorzustellen, wo der Vogel sitzt oder was für ein Vogel das jetzt ist. Der erste schritt ist natürlich sich dieser Vorgänge bewusst zu werden.
Ich rieche z.B. einen Apfelkuchen. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen und ich habe gleich das Bild eines Backofens vor mir in dem ein leckerer Apfelkuchen gebacken wird. Auf einmal merke ich wie mein Magen zu Grummeln anfängt und ich denke darüber nach wann ich das letzte Mal gegessen hab und so weiter und so fort. Hier ist der Punkt wo das ganze aus dem Ruder gerät, wir werden unruhig und wollen ein Stück Apfelkuchen.
Doch in dem Moment wo wir uns dieser Dynamik bewusst werden, haben wir die Möglichkeit etwas zu tun. Kehren wir erstmal zur Atmung zurück und nehmen das Ein- und Ausatmen wahr. Nun sind wir wieder bei uns, nicht bei dem Apfelkuchen oder sonst wo. Aber wir haben viel dazu gelernt über unseren Geruchsinn und wie er mit anderen Dingen zusammenhängt. Beim nächsten Mal versuchen wir uns noch mehr auf das Riechen zu konzentrieren ohne etwas hinzu zu fügen.
In dem wir die Sinneswahrnehmungen einzeln betrachten, werden uns die subtilen Zusammenhänge zwischen Körper und Geist bewusst. Meditation heißt in diesem Zusammenhang Bewusstheit und Achtsamkeit. Wir sind uns bewusst was wir gerade tun und im besten Fall stehen unsere Handlungen mit diesem Wissen im Einklang So lichtet sich Schritt für Schritt der Schleier – Unbewusstes wird Bewusst.

Diese Form der Meditation nennt man Vipassana und stammt aus dem Teraveda-Buddhismus. Vipassana wird mit Einsichts- oder Achtsamkeitsmeditation übersetzt. Aber auch unter dem Namen Vipasaana-Meditation werden verschiedene Techniken gelehrt. Gemeinsam haben die unterschiedlichen Techniken (die mir bekannt sind), das die Atmung immer eine wichtige Rolle spielt, die Prinzipien Sati(Achtsamkeit) und Samadhi(Konzentration, Sammlung) und die Metta-Bhavhana (Liebendes Herz Meditation) sind weitere Kernelemente.
Man braucht aber kein Buddhist zu sein um diese Meditation zu praktizieren, diese Form der Meditation ist so einfach und verständlich, das jeder die Möglichkeit hat sie anzuwenden. Vorraussetzung ist einzig und allein der Wille es zu tun.

Es gibt viele Meditationsformen und meditative Übungen die unseren Geist helfen zur Ruhe und Klarheit zu kommen. Neben der Vipassana-Technik möchte ich noch das Yoga-System nach Patanjali empfehlen, oder eine Schule die sich innerhalb dieser Tradition sieht.
Das schöne an diesem undogmatischen Yogasystem ist unter anderem, das es auch der Körper eine wichtige Rolle hat. Dieser Aspekt kommt in buddhistischen Traditionen oft zu kurz.
Beim Yoga werden viele gute Übungen gelehrt, die Körper und Geist stärken und bewusste Entspannung fördern. Gerade die Übungen, die den Rücken kräftigen und Verspannungen lösen oder die Beine biegsamer machen, sind für die Sitzmeditation äußerst nützlich.
Sport und gesunde Ernährung ist ebenfalls förderlich für die Meditation. In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder, wie es so schön heist.
Sport ist außerdem eine gute Methode um zu Meditieren. Ganz da zu sein in der Bewegung, im Hier und Jetzt. Auch Tanzen, Musik machen, gute Gespräche führen, ja sogar Zähneputzen wird zur Meditation, wenn wir ganz bei der Sache sind.

In der Stille des Geistes entfaltet sich das Wunder des Augenblicks.

kritische sicht auf den buddhismus

Im folgenden soll ein kritische Betrachtung über den Buddhismus folgen. Außerdem soll die Grundessenz der Lehre Buddhas wiedergeegeben werden, in wenigen Worten.

Als ich den Buddhismus das erste mal wahrnahm, dachte ich diese Religion wäre besser, als die anderen großen Weltreligionen. Aber letzendlich ist es eben doch auch eine institutionalisierte Religion. Es geht genau wie bei der christlichen Kirche, dem Islam und dem Judentum um Macht. Nicht die weltliche Macht, viel mehr die Macht des Glaubens, obwohl sich welticher Reichtum daran anschließt.
Im Buddhismus gibt es wie in anderen Religionen, eine vielzahl unterschiedlicher Auslegungen und es gibt Priester (z.B. Lamas im Tibetanischen B., wie auch der Dalai Lama) und strenge Herachien.
Auch die Frau hat nicht gerade eine herrausragende Stellung im Buddhismus. Die Amme Buddhas mussten einen langen Weg gehen, damit Buddha Sakyamuni die Frau als Mönchsnovizin akzeptierte. In vielen Strömungen hat das weibliche Geschlecht noch heute eine Untergeordnete Rolle.
Religion leitet sich von lat. religio ab und bedeutet auch Rückführung. Religion sollte die Aufgabe haben, die Menschen zu sich selbst zurück zu führen, jedoch was sich heutzutage religöse Gemeinschaft schimpft ist meißt doch nur Seelenfang.

Und doch kann der Buddhismus mensch viel lernen und die essenzielle Lehre einen großen Reichtum. Eine von Buddhas grundlegenden Aussagen war, das man nicht blinden Glauben verfallen solle und nur dem zu Glauben was mensch selbst erfahren kann. Die Erfahrung mystischer Warheiten steht im Fordergrund. Jeder kann sich nur selbst befreien. Wohingegen, die anderen Religionen auf blinden Glauben setzen und die Erlösung nach einem gehorsamen Leben wartet.
Die Essenz der Lehre kann unter Wikipedia nachgelesen werden, aber ich werde sie nun nach meinem eigenen Verständniss darlegen.

Die 4 edelen Wahrheiten des Buddhismus.

1. Alle Phänomene sind unbeständig und ohne selbst.

2. Das Nichtwissen dieser Wahrheit(Selbsttäuschung), das Anhaften(Gier) und das Abstoßen(Hass) führt zu Leid .

3. Durch Erlöschung der Ursache, durch Beendigung und Loslassens der 3 Karmischen Wurzeln (Selbsttäuschung, Gier und Hass), kann Befreiung vom Leid erlangt werden.

4. Vollkommene Achtsamkeit und vollkommenes Mitgefühl führt zur Erlöschung der Ursache und damit beendigungen leidvoller Zustände.

Damit wäre im Grunde alles gesagt, wer diese Warheiten verstanden hat und daran sein Leben wandelt wird Befreiung erlangen. Alles was darüber hinaus geht ist nur Hilfe, genauere Interpretation der 4 Wahrheiten oder kulturelles Schmuckwerk.
Auch der edele achtfache Pfad, der in den Palitexten in der 4. Wahrheit genannt wird, ist ein Kind seiner Zeit und sollte auch so betrachtet werden. In dem achtfachen Pfad werden verschiedene verhaltensregeln genannt, wie man zur Befreiung gelangt. Diese Regeln umfassen rechte Sicht, rechte Entschlossenheit, rechtes Reden, rechtes Handeln, rechter Lebensunterhalt/-erwerb, rechtes Bemühen, rechte Aufmerksamkeit/Achtsamkeit, rechte Konzentration. Diese Verhaltensregeln sind sicher nütlich, wie auch andere buddhistische Schriften.

Aber sobald es z.B. um die Interpretation geht was denn „rechtes Handeln“ bedeutet, unterscheiden und widersprechen sich die buddhistischen Schulen. Hier ist vorsicht geboten, schnell bedeutet „rechtes Handeln“, den vermeintlich erleuchteten Lehrer das „rechte Denken“ zu überlassen. Wenn eine schule den einzigen oder besonders schnellen Weg zur Erlösung verspricht, sollte man schon aufmerksam sein. Auch sehr harte Übungen und tranceähnliche Meditaionen sind nicht nötig. Auch sollte mensch sich darüber klar sein, das nur jeder selbst fähig ist Befreiung zu erlangen. Ein Lehrer kann nur eine Hilfe sein, niemals verschaft er einem den Weg ins Nirvana.

sunny buddha

Immer mit der Ruhe, wer ersteinmal den Weg der Befreiung beschritten hat kann von jeden Menschen und jeder Situation lernen. All das Wissen was zur Befreiung nötig ist liegt in uns. Jeder hat sein eigenes Tempo, seinen eigenen Weg. Der Weg ist das Ziel. Einen Schritt nach dem anderen setzen, sich nicht ablenken lassen, vertrauen in sich Selbst finden.
Mensch soll Achtsamkeit und Mitgefühl anstreben über: Gedanken, sinnliche Eindrücke, Emotionen, anderen Menschen, Freunde, Familie, Lehrer, Tieren, Pflanzen, Arbeit, Liebe, Spass, Technik, Wissenschaft, Kunst uvm. Jeder Moment soll wahrgenommen werden in seiner ganzen Dimension.

Große Energie wird frei, wenn die Blockaden in uns selbst Stück für Stück überwunden werden. Das Leben wird leichter und überschaubarer, es gibt ein streben nach Minimalismus (jedenfalls bei mir). So wie die Gedanken durch Meditation weniger dafür aber schärfer werden, so faszinieren Dinge die wenig Aufwand brauchen, dafür nachhaltigen Nutzen bringen. Und es kommt ein Punkt, an dem die Versuchung kommt, diese geistige Klarheit zu misbrauchen um sich kleine, egoistische Wünsche zu erfüllen, Mensch zu manipulieren und sich erhaben zu fühlen. Vielleicht ist dies ein so schleichender Prozess, das viele Meditations-Schulen dies gar nicht mitbekommen.

Jedenfalls habe ich es bisher schwer gefunden, zu einen dieser Schulen Vertrauen und geistigen Zugang zu finden. Ich habe viel gelesen, das ein oder ander buddhistische Zentrum besucht, zwei Meditations-Retreats(mehretägige Meditationsperiode) mitgemacht. Und für mich meditiert, bisher viel zu unregelmäßig aber man steigert sich. Also ich bin was den Buddhismus betrifft, kein Spezialist und auch kein Anhänger. Es gibt in vielen anderen Religionen und Mythen ähnliche Weisheiten. Die Essenz des Weges wird immer wieder neu hervorgebracht, wächst und vergeht irgendwann.

Buddha hat mit seinem Weg der Welt ein großes Geschenk gemacht. Man ist frei ein Stück mit ihm zu gehen – So sollte es jedenfalls sein!
So wie ich Buddha verstanden hab, war seine essenzielle Aussage:
Sei dir Herz und Verstand immer bewusst, jeden Moment. Das ist der Weg zur Befreiung. Befreiung bedeutet losgelöst zu sein von Gier, Hass und Verblendung. Dies ermöglicht uns unser volles Potential zur Rettung des Grünen Planeten zu entfalten.

links zum buddhismus:
DhammaBlog
Bhavana Society

Die Nacht der lebenden Idioten

von:
rhizom.blogsport.eu